Naturkundliche Winterwanderung rund ums Charlottenhofer Weihergebiet

Im Rahmen des Winterferienprogramms lud der Verein Wackersdorfer Eltern aktiv zu einer naturkundlichen Winterwanderung ein.
Herr Markus Kurz, Gebietsbetreuer für den Naturpark Oberpfälzer Wald und das Oberpfälzer Seenland hatte sich viel für einen spannenden und erlebnisreichen Nachmittag einfallen lassen. Immer wieder zauberte er Überraschungen aus seinem Rucksack. So fing die Wanderung gleich mit einem Tiererkennungsspiel an. Die bunten Tierkarten nahmen die Kinder mit auf die Wanderung und standen Pate wenn Spuren von den Tieren wieder entdeckt wurden, wie z.B. abgenagte Biberäste.

 

 Auch die Erwachsenen lauschten aufmerksam den Worten von Herrn Kurz als dieser an mitgebrachten Ästen und Zweigen erklärte an Hand welchen Merkmalen auch im Winter die Pflanzenart bestimmt werden kann.
Spuren gab es auch ohne Schnee zu entdecken, das geschulte Auge von Herrn Kurz machte die Kinder auf frische Buntspechtspuren aufmerksam, worauf es nicht mehr lange dauerte und die Kinder selbst „Spechtlöcher“ fanden. An Hand eines Spieles wurde verdeutlicht wie viele Tiere in einem alten Baum leben, dadurch wurde den Kindern erst richtig bewusst warum man auch alte oder abgestorbene Bäume in einem Wald erhalten soll.

 „Warum haben wir Winter“? war eine Frage von Herrn Kurz. Mit einem Luftballon als Erde und einer Taschenlampe als Sonne erklärte er kindgerecht und sehr anschaulich die Erdrotationen.
Nach Informationen über das Überwintern und Überlebensstrategien von Tieren wurde das erlernte gleich in die Tat umgesetzt. Als Eichhörnchen versteckte jedes Kind zehn Nüsse im Wald als Wintervorrat der nach einiger Zeit wieder gefunden werden musste. Nicht jedes Eichhörnchen hätte den Winter überlebt, was die Kinder zum nachdenken anregte.
Nach eines Stück des Weges stieß die Gruppe auf umgesägte Bäume und schon stellte sich die Frage wie alt werden diese wohl sein? Und schon hatte Herr Kurz aus seinem Rucksack eine Dose Stecknadel herausgeholt um das Abzählen der Jahresringe zu erleichtern. Unser Baum war 67 Jahre alt.
Fachsimpelnd ging es weiter zur nächsten Herausforderung. Paarweise bekamen die Kinder eine Augenbinde und ertasteten blind die Baumrinden, sie sollten sich dabei viele Besonderheiten merken und später den Baum wieder erkennen.

Der Abschluss des erlebnisreichen und informativen Nachmittags der viel zu schnell vorbei ging bildete ein lustiges Fledermausspiel. Nachdem die Kinder auf die Fledermausschlupfkästen im Wald aufmerksam gemacht wurden.
Der Verein Wackersdorfer Eltern aktiv bedankte sich bei Herrn Kurz und freut sich schon auf weitere Veranstaltungen mit ihm.